Materialien Wolle: Bezeichnet die weichen Haare des Fells, vor allem der Schafe. Im weiteren Sinne werden damit auch die von anderen Säugetieren gewonnenen spinnfähigen Haare bezeichnet, die häufig mit einem tierspezifischen Vorsatz versehen werden, wie Angora. Wolle ist ein nachwachsender Rohstoff, der nachweislich seit dem vieren vorchristlichen Jahrtausend verwendet wird und bis heute neben Kunstfasern und Baumwolle zum Einsatz kommt. Die Bezeichnungen Schurwolle besagen, dass es sich um eine neue, unmittelbar von einem lebenden Tier stammende Wolle handelt (z.B. Schaf, Alpaka, Angora). Wird die Wolle mit Kunstfasern versetzt, bezeichnet man diese als Strickwolle bzw. Handstrickgarn. Speckstein: Ist ein natürlich vorkommendes Material, welches je nach Zusammensetzung und Anteil von Sekundärstoffen als Mineral oder Gestein gilt. In reiner Form ist der Hauptbestandteil des Specksteins mineralischer Talk, welcher einfach zu bearbeiten ist. Als Sekundärbestandteile treten häufig Magnesit, Serpentine und verschiedene Chlorite auf, welche für Farbe und Härtegrad des Steins mitverantwortlich sind. Speckstein weißt nur eine geringe Beständigkeit  gegen Witterung auf und ist somit nur bedingt für Außen geeignet. Für Skulpturen werden meist farbige und eher weiche Steine bevorzugt, welche leicht zu  bearbeiten und zu polieren sind sowie eine geringe Spröde mit sich bringen. Für die grobe Formgebung werden ähnliche Werkzeuge wie für die Holzbearbeitung (Schnitzmesser, Säge, Raspel, Feile etc.) benutzt. Der Feinschliff kann mit Schleifpapier, Stahlwolle und Polierpaste erfolgen. Eine abschließende Behandlung mit Wachs oder Öl bringt höheren Glanz und eine versiegelte Oberfläche. Sandstein: Ist ein klastisches Sedimentgestein (Kleinsttrümmer verwitterter und abgetragener Gesteine) mit einem Anteil von mindestens 50 % Sandkörnern. Die Korngröße liegt hierbei zwischen 0,063 und 2 mm. Im Sandstein sind verschiedene Mineralen vereint, meistens jedoch Quarz. Durch die Zementation von lockerem Sand sowie grober oder feiner Sedimentpartikel (Ton, Silt, Gerölle) entsteht die typische Beschaffenheit dieses Steins. Witterung und Frost sind bei den meisten Sorten kein Problem, allerdings besteht nur eine geringe Resistenz gegen  Säure und Laugen (Tausalz, Reinigungsmittel, etc.). Grundsätzlich lassen sich bruchfrische Sandsteine handwerklich leichter als länger gelagerte bearbeiten. Durch die mittlere Härte dieses Steins ist für die Grobbearbeitung Meisel und Hammer erforderlich. Für Löcher und Vertiefungen können auch entsprechende Steinbohrer und Fräsköpfe verwendet werden. Die Feinbearbeitung kann mittels Schleifen oder Strahlen erfolgen.     Eichenholz: Wird aus der Eiche gewonnen, welche eine Pflanzengattung aus der Familie der Buchen- gewächse ist. Diese Gattung umfasst etwa 400 bis 600 Arten. Es wird primär das graubräunliche Kernholz aus der Stammmitte verwendet, welches den typischen sauer-würzigen Eichengeruch aufweist. Eichenholz gehört auf Grund der sehr hohen Härte und Festigkeit zu den Harthölzern und lässt sich daher deutlich schwerer bearbeiten. Das Kernholz hat eine hohe Resistenz gegen Feuchtigkeit und Wurmfraß, was es auch im Außenbereich beständig macht. Für die grobe Formgebung werden häufig Kettensäge, Hobel sowie Raspel verwendet. Für die detailliertere Ausarbeitung kommen dann Schnitzmesser und Feile zum Einsatz. Der Feinschliff kann mit Schleifpapier sowie Stahlwolle erfolgen und mit einer Wachs- oder Öl- Behandlung der Oberfläche konserviert werden.